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Gesamtstrecke der ADAC-Reise 2016

ADAC-Reise Ungarn, Rumänien, Bulgarien

Beginnend mit der Anreise Ende August nahmen wir an einer geführten ADAC-Reise 2016 teil. Start war in Héviz (Ungarn), einem Kurort mit  natürlichem Thermalsee nahe dem Plattensee. Dann ging es nach Fundu-Moldovei (Rumänien) an den nördlichen Rand der Karpaten. Diese Region ist nahe der Grenze zu Moldavien, landschaftlich sehr schön, aber wirtschaftlich sehr schwach. Hier lebt man im Wesentlichen vom Holz, Holz wird zum Verkauf geschlagen, zum Bau der Häuser genutzt und natürlich zum Heizen. Transporte aller Art finden vorwiegend mit dem Pferdewagen statt, denn Diesel kostet dort ebenso viel wie bei uns, für Rumänen ist er sehr kostbar. Wir besuchten 2 Moldauklöster, (Moldovita und Voronet), wo uns besonders die auf der ganzen Reise immer wiederkehrende Bemalung auffiel: in den feuchten Putz der Aussenwände wurden etwa 2-4m² große Bilder gemalt, nie vergessen wurde die Darstellung des Jüngsten Gerichts mit der Aufteilung der Menschen auf die Seite des Himmels und - besonders breit und farbig dargestellt - der Hölle, in welche ein unübersehbarer roter Fluss die Leiber führt.

Vom Nordrand der Karpaten ging es durch das Szegler-Land wo wir mächtige geschnitzte Holzportale der Höfe fanden, einen Handwerker, der aus Baumschwämmen durch Kochen und Einweichen Hüte herstellte. In einem Szeglerhof führte uns die örtliche Schul-Tanzgruppe Folklore vor. Dann ging es in die Südkarpaten zum "Dracula-Schloss" in Bran (welches man nicht besichtigen braucht, es hat außer einer Menge an Besuchern nichts zu zeigen, das wir nicht auch in Deutschland finden können).

Die nächste Station war Bukarest, die Hauptstadt von Rumänien. Während einer Stadtrundfahrt besichtigten wir das Parlamentsgebäude, Ceaușescu's Palast, ist eines der flächenmäßig größten Gebäude der Welt. Er hatte ein ganzes Viertel von Bukarest abreißen lassen und auf dem Schuttberg  das Gebäude (

  • Grundfläche: 65.000 m²
  • Höhe: 86 Meter über dem Boden, 92 Meter im Untergrund
  • Länge: 275 Meter
  • Breite: 235 Meter) nach seinen Vorstellungen bauen lassen. Groß, protzig, viel weißer Marmor, wenig bis gar kein Stil.

    Weiter ging es in einer langen Etappe an's Schwarze Meer nach Constanta wo ich mich in den Wellen vergnügen konnte. Auf der Weiterfahrt am Schwarzen Meer entlang kamen wir durch den bekannten Badeort Varna, durch Goldstrand, und besichtigten Nessebar.

    Weiter ging es wieder nach Westen an den Rand des Balkan-Gebirges. Hier in Batak  wie auch später im Rila-Gebirge waren wir nahe der griechischen bzw. mazedonischen Grenze. Der Busausflug nach Plovdiv zeigte uns eine schöne alte Stadt, in der es gut gelungen war, alte Bausubstanz mit moderner zu verbinden. Am nächsten Tag besuchten wir das Bachkovo-Kloster und dann hatten wir wieder einen Tag zur freien Verfügung. Tags darauf waren wir in der jetzigen Hauptstadt Bulgariens, Sofia, wo wir wieder Besichtigungsänderungen hinnehmen mussten, denn zeitgleich besuchten die Präsidenten der EU-Länden die Stadt und manches war aus Sicherheitsgründen für uns gesperrt. Aber eindrucksvoll war es dennoch! Und dann ging es nach Süden in's Rila-Gebirge wo wir das wohl bekannteste Kloster besichtigten: das Rila-Kloster.

    Weiter ging's nach Veliko Tarnovo, der ehemaligen Hauptstadt, und Arbanassi, früher ein Dorf, heute Wohnsitz der Gutbetuchten. Eine weite Fahrt führte uns am nächsten Tag zur Felsenkirche bei Ivanova, einem Felsenkloster und zur Stadt Russe an der Donau. Jede Menge alter ehemals sehr schöner Jugendstilhäuser, einige davon bereits gut restauriert waren zu sehen, und am folgenden Tag fuhren wir dann mit unseren Fahrzeugen durch Russe wieder hinüber nach Rumänien bis nach Bukarest. Mittlerweile war es Herbst geworden, während wir bei unserem 1. Besuch abends noch kurzärmelig im Freien bei Folklore gut gegessen hatten mussten wir nun schon unsere Fleece-Jacken anziehen. Also weiter nach Sibiu (Hermannstadt) in Siebenbürgen. Das Stadtbild zeigt ganz deutlich, dass hier Deutsche an Planung und Bau maßgebend beteiligt waren, die Stadt könnte ebenso in Deutschland stehen.

    Unsere Reise geht allmählich zu Ende, das nächste Ziel ist bereits der Grenz- und Badeort Gyula in Ungarn. Nächstes und letztes Ziel der gemeinsamen Reise: Budapest. Nach einer ausgedehnten Stadt- und Parlamentsbesichtigung kam das Highlight: das gemeinsame Abendessen auf einem Schiff - das ganze Schiff und das Buffet nur für unsere Gruppe, dinieren bei Walzermusik mit dem Blick auf die Fassaden der Gebäude an der Donau, in herrlich warmes Licht getaucht, und unter all' den beleuchteten Brücken hindurch. Es war bei schönem und noch warmem Wetter ein gelungener Abschied, denn am nächsten Tag fuhren wir jeder für sich bei Regen nachhause.

    Fazit:

    • Die Reisegruppe war mit 12 Fahrzeugen incl. Fahrtleiter angenehm klein, der Reisepreis in Anbetracht dass wir fast jeden Tag ein Essen dabei hatten recht angemessen.
    • Die beiden Länder Rumänien und Bulgarien haben wir sehr viel besser erlebt als erwartet, wir mussten unsere Ansichten deutlich zum Guten revidieren und sagen heute: man kann diese Länder ohne Bedenken auch alleine besichtigen, möglicherweise sind die meisten der Leute, vor denen wir uns in Deutschland fürchten, schon hier! Wir haben nur ruhige, freundliche Menschen getroffen.
    • Die großen Hauptverkehrsstraßen sind in der Qualität mit unseren zu vergleichen, bei den anderen wird z.T. gebaut, vor allem in den Bergen sind sie aber oft schadhaft, das Fahrwerk wird getestet. Die Gesamtstrecke betrug rund 3000km, in Rumänien fast ausschließlich ohne Autobahn. Hier läuft der Verkehr auf Straßen, die unseren Bundesstraßen vergleichbar sind und durch ewiglange Straßendörfer führen. Es herrscht starker LKW-Verkehr, mancher LKW-Fahrer überholt auch im Überholverbot, die Geschwindigkeit wird von der Polizei häufig überwacht.
    • Mautgebühren für Ungarn und Rumänien kann man von zuhause aus online bezahlen, die Bezahlung wird per Video kontrolliert. Für Bulgarien kauft man an der Grenzstation eine Vignette.
  • am Marktplatz in Sibiu
    Szeglertor
    Schloss Bran
    Bukarest
    Plovdiv
    Bachkovo-Kloster
    in Sofia
    Husaren in Sofia
    in Sofia
    Wandmalerei Rila-Kloster
    schöne Lage von Veliko Tarnovo
    Velico Tarnovo
    Russe
    in Russe
    Sibiu
    Holz-Art in Sibiu
    Moldovita
    Szeglertor
    Innenhof Schloss Bran
    in Nessebar
    Bachkovo-Kloster
    das jüngste Gericht im Bachkovo-Kloster
    in Sofia
    vor dem Volkstheater in Sofia
    Rila-Kloster
    alte Burg in Tarnovo
    Felsenkloster
    Russe
    am alten Postamt in Sibiu
    Stadttor in Sibiu
    Budapest

    Abschied von Budapest

    Für unser Abschiedsessen hatten wir eine Schifffahrt auf der Donau, das ganze Schiff nur für uns, ein herrliches Buffet und dazu Walzer, und im Aufwind über den warmen Fassaden segelten die Vögel im Abendwind. Wenn's am schönsten ist, dann endet die ADAC-Reise.

    Budapest
    Budapest bei Nacht